Special People

Inklusion und Kunst schließen sich nicht aus. Warum sollte ein Künstler keine Menschen mit Behinderung malen? Und warum sollte sich eine schwerbehinderte Künstlerin nicht für Inklusion einsetzen?  

Ich mache im Alltag oft auf Barrieren aufmerksam, mit denen Menschen mit Behinderungen konfrontiert sind. Ob im öffentlichen Raum oder im Umgang miteinander – Hürden gibt es viele. Mit meiner Kunst setze ich mich dafür ein, Bewusstsein zu schaffen und neue Perspektiven für verschiedene Themen zu eröffnen.  

Für die Ausstellung „TAE21”, die Beiträge zu jedem Thema zuließ, malte ich das Bild „Special People”. Es zeigt einen Jungen mit zu kurzen Armen und unterschiedlich langen Beinen. Mit Absicht habe ich das Motiv schlicht gehalten, um die Botschaft „Love Special People” in den Mittelpunkt zu stellen. Der gelbe Hintergrund wirkt als Signalfarbe und sticht zwischen den anderen Werken hervor.  

Ich selbst habe im Leben oft Diskriminierung erfahren: von älteren Menschen, die mir auf der Rolltreppe Vorwürfe machten, von Jüngeren, die über mich lachten, und von Busfahrern, die mir mit schwerem Gepäck nicht helfen wollten. Ich habe Nichtsichtbare Behinderungen, zum Beispiel eine Behinderung in meiner rechten Malhand.  

Gerade deshalb möchte ich mit meiner Kunst ein Zeichen setzen: Ich möchte wachrütteln, sensibilisieren und Möglichkeiten aufzeigen.  

 

Gelbes Gemälde eines Jungen mit zu kurzen Armen und unterschiedlich langen Beinen vor gelbem Hintergrund. Das Motiv ist schlicht gestaltet, um die Botschaft „Love Special People” hervorzuheben.

(Tuschmalerei auf Offsetpapier)

 

Ausstellung:

"TAE21"
03.07.2021
Cheltenham Racecourse
Hall of Fame Entrance
Gloucestershire
England

(Gemeinschaftsausstellung)